Haushaltsrede 2026 – Sandra Lentfort

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Vreden lebt vom Engagement vieler Menschen – in Vereinen, Initiativen, Kirchengemeinden, im Sport, in der Jugendarbeit oder in der Flüchtlingshilfe.

Dieses Ehrenamt ist das Fundament unserer Stadt, hält unsere Gemeinschaft zusammen und verdient Anerkennung sowie politische Unterstützung. Dafür sagen wir als Grüne herzlich Danke.

Sandra Lentfort, Fraktionsvorsitzende

Bevor wir zu unseren kritischen Anmerkungen kommen, möchten wir eines klar festhalten: Das Produktbuch der Stadt Vreden ist eine fundierte und sorgfältig erarbeitete Grundlage für die Haushaltsberatungen. Es macht deutlich, wie vielfältig und verantwortungsvoll dieVerwaltung ihre Aufgaben – von Daseinsvorsorge über Bildung und Soziales bis hin zuInfrastruktur und Organisation – wahrnimmt.

Die klare Struktur, transparente Darstellung und eindeutige Zuständigkeiten zeigen den hohen fachlichen Anspruch und die Professionalität, mit der dieses Werk erstellt wurde. Dafür danken wir der Verwaltung ausdrücklich.

Dieses Lob ist uns wichtig. Denn unsere folgenden Anmerkungen richten sich nicht gegen die Leistungsfähigkeit der Verwaltung. Im Gegenteil: Sie bauen auf dieser Qualität auf. Gerade weil hier so fundiert gearbeitet wird, stellen wir die Frage, wie dieses Instrument künftig noch stärker zur politischen Steuerung genutzt werden kann – insbesondere mit Blick auf Klima, Nachhaltigkeit und langfristige Haushaltswahrheit.

Wir beraten heute nicht nur Zahlen, sondern politische Glaubwürdigkeit, Prioritäten und unseren Umgang miteinander.Wir erleben massive Umbrüche: eine sich zuspitzende Klimakrise, geopolitische Unsicherheiten, das Erstarken autoritärer Kräfte und eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung.

All das mag auf den ersten Blick weit entfernt erscheinen von kommunaler Haushaltspolitik. Ist es aber nicht.

Gerade in solchen Zeiten entscheidet sich, ob Demokratie trägt – und wo sie trägt. Und das ist zuerst hier, vor Ort. Kommunen sind keine Nebenschauplätze globaler Entwicklungen. Sie sind die Orte, an denen Vertrauen entsteht oder verloren geht. An denen Menschen erleben, ob Politik handlungsfähig, transparent und gerecht ist. Kommunalpolitik ist Demokratiesicherung im Alltag.

Und genau deshalb kommt der Art und Weise, wie wir Haushaltsberatungen führen, eine besondere Bedeutung zu.

Der Jahresabschluss 2024 weist einen Überschuss von rund 6,5 Millionen Euro aus. Das ist zunächst eine positive Nachricht. Zugleich müssen wir uns ehrlich fragen, wie dieser Überschuss zustande gekommen ist.

In den vergangenen Haushaltsberatungen wurde regelmäßig auf eine angespannte finanzielle Situation verwiesen. Unter diesem Eindruck wurden Anträge der Opposition abgelehnt oder vertagt. Am Ende zeigt sich dann wiederholt ein deutlich besseres Ergebnis als ursprünglich prognostiziert.Diese Diskrepanz erschwert eine offene und transparente Debatte. Wenn finanzielle

Spielräume erst im Nachhinein sichtbar werden, fehlt im Beratungsprozess die Grundlage für eine faire Abwägung politischer Prioritäten. Vorsichtige Planung ist richtig. Sie darf jedoch nicht dazu führen, dass Gestaltungsspielräume von vornherein ausgeblendet werden. Pufferplanung ersetzt keine nachhaltige Finanzpolitik.

Die Kommune ist die Keimzelle der Demokratie. Hier wird Demokratie konkret und erfahrbar. Hier kann aus abstraktem Misstrauen konstruktive Auseinandersetzung werden – wenn Mehrheiten bereit sind zuzuhören.

Gerade bei einer absoluten Mehrheit wie in Vreden gilt: Demokratie bedeutet nicht, Kritik ignorieren zu dürfen, nur weil man sie rechnerisch nicht braucht.

Opposition ist kein Störfaktor.
Opposition ist Teil demokratischer Qualität.

Der Soziologe Aladin El-Mafaalani beschreibt in seinem Buch Die Misstrauensgesellschaft, wie sehr das Gefühl des Nicht-Gehört-Werdens Vertrauen untergräbt – und wie gefährlich das für den demokratischen Zusammenhalt ist.

Eine seiner zentralen Botschaften lautet: Investitionen müssen früh erfolgen. Dort, wo Vertrauen entsteht – in Kitas, Schulen, Nachbarschaften und Kommunen.Ja, Vreden steht energetisch insgesamt gut da. Das erkennen wir ausdrücklich an.

Aber angesichts des fortschreitenden Klimawandels reicht es nicht, sich auf Erreichtem auszuruhen. Der Klimawandel zeigt sich längst konkret vor Ort:

in längeren Hitzeperioden, aufgeheizten Innenstädten, versiegelten Flächen und zunehmenden Extremwetterereignissen. Klimaschutz und Klimaanpassung sind kommunale Daseinsvorsorge.

Und genau hier sehen wir ein zentrales Defizit:

Wir formulieren Ziele – aber wir messen ihre Wirkung nicht-
Wir sprechen von Energieeinsparung, benennen aber keine Kennzahlen.
Wir pflegen Grünflächen, erfassen aber keine ökologische Wirkung.

Wer steuern will, muss messen. Ohne Kennzahlen bleibt Politik Absicht – aber keine Strategie. Das ist kein Verwaltungsfehler. Das ist ein politisches Steuerungsdefizit.

Deshalb beantragen wir, das Produktbuch ab 2027 um verbindliche ökologischeWirkungsziele und Kennzahlen zu ergänzen und investive Maßnahmen künftig umAussagen zu Klimaschutz, Klimaanpassung und langfristigen Folgekosten zu erweitern.Weitere Anträge liegen Ihnen vor:

Zur Erfassung und Entwicklung von Potenzialflächen für Biodiversität im Stadtgebiet – alsWeiterentwicklung der hervorragenden Arbeit unseres Bauhofs, dem wir ausdrücklich danken.

Zur Teilnahme am landesweiten Wettbewerb „Abpflastern“, um Entsiegelung sichtbar zumachen und positive Anreize für mehr Klimaresilienz zu setzen.

Und zur Weiterentwicklung der Mülltrennung, um ökologische Verantwortung auch im Alltag zu stärken.

Und damit kommen wir zur Bildung.

Unsere Grundschulen sind der Ort, an dem gesellschaftliche Realität zuerst ankommt. Besonders deutlich wird das an der Norbertschule – einer der größten Grundschulen im Kreis Borken. Die räumliche Situation ist seit Jahren stark belastet. Barrierefreiheit ist nicht gegeben. Provisorien sind zum Dauerzustand geworden. Der Ganztag wächst, die Anforderungen steigen – Räume fehlen.

OGS braucht Platz. OGS braucht Planung. OGS braucht Wertschätzung.Und wir müssen uns ehrlich fragen: Wo soll ab 2028/29 die ABC-Schule stattfinden?

Deshalb beantragen wir 25.000 Euro für eine erste Überplanung der Norbertschule – für eine fundierte Bestandsanalyse und zukunftsfähige, pädagogisch wie klimatisch sinnvolle Raumkonzepte.

Diese Anträge stehen exemplarisch für das, was wir insgesamt brauchen:

Nachhaltige Haushaltsführung statt taktischer Planung, messbaren Klimaschutz statt guter Absichten, frühe Investitionen in Bildung und Zusammenhalt und eine demokratische Debattenkultur, die Kritik ernst nimmt.

Grüne Kommunalpolitik heißt in dieser Zeit nicht, große Weltpolitik zu imitieren. Sie heißt, hier vor Ort Verantwortung zu übernehmen – für Stadtklima, Bildung, Transparenz und Vertrauen.

In diesem Sinne werden wir diesen Haushalt kritisch begleiten.

Artenvielfalt ist Heimat – schützen wir sie!

Das Summen der Bienen, das Zwitschern der Vögel, blühende Wiesen am Wegesrand – all das macht unsere Heimat aus. Doch diese Vielfalt ist bedroht.

Wir kämpfen dafür, dass Vreden bunter und lebendiger wird: mit mehr Blühflächen, naturnaher Pflege und echten Lebensräumen für Insekten und Tiere. Artenvielfalt beginnt vor unserer Haustür – und wir übernehmen Verantwortung.

Haushaltsantrag – Erfassung und Entwicklung von Potentialflächen für Biodiversität im Stadtgebiet Vreden

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, im kommenden Haushalt Mittel für die systematische Erfassung und ökologische Aufwertung geeigneter städtischer Flächen bereitzustellen.

Zunächst möchten wir ausdrücklich die hervorragende Arbeit des städtischen Bauhofs würdigen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen seit vielen Jahren kontinuierlich für ein gepflegtes, sauberes und stilvoll gestaltetes grünes Stadtbild mit bereits gutenBeispielen beim Thema Biodiversität in Vreden. Ihr Engagement, ihre Fachkenntnis und ihre Verlässlichkeit prägen maßgeblich die hohe Aufenthaltsqualität in unserer Stadt.

Der vorliegende Antrag versteht sich daher nicht als Kritik an der bisherigen Pflegepraxis, sondern als Weiterentwicklung im Sinne ökologischer Aufwertung und moderner Klimaanpassung – selbstverständlich in enger Abstimmung mit dem Bauhof.

Beschlussvorschlag

Der Rat der Stadt Vreden beschließt:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, sämtliche geeigneten städtischen Flächen im Stadtgebiet hinsichtlich ihres Potenzials zur Förderung der Biodiversität zu erfassen und zu bewerten.

2. Große, ökologisch wenig wertvolle Rasenflächen sollen schrittweise umgewandelt werden in:

◦ artenreiche Blühwiesen

◦ Gehölzinseln mit heimischen Strauch- und Baumarten (wie z.B. im Stadtpark)

◦ Mini-Wälder (z. B. nach dem Miyawaki-Prinzip)

3. Für Planung, Umsetzung und angepasste Pflege sind entsprechende Haushaltsmittel einzuplanen.

4. Förderprogramme von Land, Bund oder EU sind aktiv zu prüfen und zu nutzen.

Begründung

Der fortschreitende Verlust der Biodiversität ist eine zentrale ökologische Herausforderung. Kommunen kommt hierbei eine besondere Verantwortung zu, da sie über zahlreiche Grünflächen verfügen und deren Gestaltung maßgeblich beeinflussen können.

Im Stadtgebiet Vreden existieren größere Rasenflächen, die derzeit regelmäßig gepflegt werden, jedoch ökologisch nur einen begrenzten Mehrwert bieten. Durch eine gezielte Umwandlung können:

• Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger geschaffen werden

• das Mikroklima verbessert und Hitzeinseln reduziert werden

• langfristig Pflegeaufwand und Mähzyklen angepasst werden

• die Aufenthaltsqualität weiter gesteigert werden

Blühwiesen fördern Bestäuber, Gehölzinseln schaffen Strukturvielfalt und Mini-Wälder leisten einen Beitrag zur CO₂-Bindung und natürlichen Kühlung.

Weiteres Vorgehen

• Erstellung einer Prioritätenliste geeigneter Flächen

• Einbindung des Bauhofs in Planung und Pflegekonzepte

• Weitere Beteiligung von Schulen, Vereinen und Bürgerschaft und bestehende Beteiligung einbeziehen

• Jährliche Berichterstattung im zuständigen Ausschuss

Mit diesem Antrag setzt die Stadt Vreden ein Zeichen für aktiven Natur- und Klimaschutz – aufbauend auf der bereits hervorragenden Arbeit unseres Bauhofs und mit dem Ziel, dasgrüne Stadtbild ökologisch weiterzuentwickeln.

Mehr Grün statt Grau – Vreden atmet auf!

Jeder Quadratmeter Beton ist ein verlorener Quadratmeter Leben. Versiegelte Flächen heizen unsere Stadt auf, verhindern, dass Regen versickert, und nehmen Pflanzen und Tieren ihren Raum.

Wir wollen das ändern! Mit unserem Antrag zum „Abpflastern“ setzen wir uns dafür ein, unnötige Versiegelung zurückzubauen und neues Grün zu schaffen. Für kühlere Sommer, für mehr Lebensqualität – und für ein Vreden, das auch morgen noch lebenswert ist.

Teilnahme der Stadt Vreden am landesweiten Wettbewerb

„Abpflastern“ – Entsiegelung fördern, Innenstadt klimaresilient gestalten

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, dass die Stadt Vreden am landesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ teilnimmt und hierzu ein städtisches Entsiegelungsprogramm initiiert.

Begründung

Im Jahr 2024 gewann die Gemeinde Mettingen in der Kategorie „Kleinstädte“ den Wettbewerb „Abpflastern“. Der Wettbewerb würdigt Kommunen, die versiegelte Flächen zurückbauen und in klimaresiliente, begrünte Bereiche umwandeln.

Auch in Vreden sind große Flächen – insbesondere im Innenstadtbereich sowie aufprivaten Grundstücken – stark versiegelt. Angesichts zunehmender Hitzeperioden und Starkregenereignisse sind Entsiegelung und Begrünung zentrale Bausteine kommunaler Klimaanpassung.

Eine Teilnahme am Wettbewerb bietet:

• einen konkreten Anreiz zur Entsiegelung öffentlicher und privater Flächen

• eine Stärkung der Biodiversität im Stadtgebiet

• eine Verbesserung des Mikroklimas (kühlere Innenstadt)

• eine höhere Aufenthaltsqualität

• positive Öffentlichkeitswirkung für Vreden

Ziele für Vreden

• Rückbau unnötig versiegelter Flächen auf öffentlichen Grundstücken

• Förderung privater Entsiegelungsmaßnahmen

• Sensibilisierung für die Problematik von „Schottergärten“

• Beitrag zur Umsetzung eines kommunalen Hitzeaktions- und Klimaanpassungskonzepts

Konkrete Umsetzungsschritte

1. Offizielle Anmeldung der Stadt Vreden zum Wettbewerb „Abpflastern“.

2. Identifikation geeigneter kommunaler Flächen (Parkplätze, Nebenflächen, Randbereiche).

3. Auflage eines freiwilligen Bürgerprogramms zur Entsiegelung privater Flächen.

4. Öffentlichkeitskampagne unter dem Motto: „Vreden wird grüner“.

5. Prüfung möglicher Fördermittel des Landes NRW oder des Bundes.

Beschlussvorschlag

Der Rat der Stadt Vreden beschließt:

1. Die Teilnahme der Stadt Vreden am Wettbewerb „Abpflastern“.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, geeignete Entsiegelungsflächen zu identifizieren und ein Umsetzungskonzept zu erarbeiten.

3. Die Möglichkeiten zur Förderung privater Entsiegelungsmaßnahmen sind zu prüfen.

4. Über die Ergebnisse ist dem zuständigen Fachausschuss zu berichten.

Klimaanpassung beginnt vor der eigenen Haustür. Mit der Teilnahme am Wettbewerb „Abpflastern“ kann Vreden ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung, mehr Lebensqualität und aktiven Klimaschutz setzen.

Mit dem Klima kann man nicht verhandeln

Wir haben gemeinsam viel erreicht – für saubere Energie, für Klimaschutz, für unsere Zukunft. Doch jetzt steht all das auf dem Spiel: Die Bundesregierung unter Friedrich Merz will die Uhr zurückdrehen. Wir sagen: Nicht mit uns! Unsere Kampagne setzt ein klares Zeichen gegen die Rückschritts-Koalition.

Auch lokal werden wir uns für Klimaschutz und saubere Energie einsetzen!

Greenwashing statt Umweltschutz

Leserbrief von Sandra Lentfort zur Verleihung des Ökoprofit Preises an die SGW:

Es ist geradezu zynisch, dass die Salzgessellschaft Westfalen (SGW) als „Ökoprofit-Betrieb“ ausgezeichnet wird. Während in der Pressemitteilung stolz von eingesparten 7,1 Tonnen CO₂ und ein paar Elektroautos die Rede ist, verschweigt man das eigentliche Problem: Der massenhafte Entzug von Grundwasser, der unsere Umwelt in Westfalen und darüber hinaus massiv schädigt.

Wer Millionen Kubikmeter Wasser dem Boden entzieht, zerstört nicht nur wertvolle Ökosysteme, sondern riskiert auch das Absinken ganzer Landschaften. Die ökologischen Folgen sind ungleich gravierender als die PR-tauglichen Einsparungen von ein paar Kilowattstunden Strom. Hier wird ein Industriegigant für Maßnahmen gefeiert, die im Verhältnis zum angerichteten Schaden kaum mehr als kosmetisches Beiwerk sind.

Dass ein Konzern, der mit der Ausbeutung unserer Lebensgrundlagen Milliardengewinne einfährt, nun auch noch ein „Ökoprofit-Siegel“ erhält, entlarvt das Projekt als das, was es ist: eine Bühne für Greenwashing. Anstatt Unternehmen mit fragwürdigen Umweltpraktiken zu dekorieren, sollte man den Fokus endlich auf die Verursachung und Vermeidung der großen Schäden legen – nicht auf Feigenblätter, die das eigentliche Problem nur verschleiern.

Nachhaltigkeit bedeutet, unsere Ressourcen für kommende Generationen zu sichern. Wer aber Grundwasser auf Kosten der Allgemeinheit ausschöpft, betreibt keine Nachhaltigkeit – sondern Raubbau.

2018 fiel der Ölbach zum ersten Mal trocken

Lieber Grün als Schottergärten

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen stellt folgenden Antrag: Der Rat der Stadt Vreden beschließt:

Dreistufiges Konzept zu Beseitigung von Schottergärten und Kunstrasenflächen in Vredener Privatgärten. Das 3 stufige Konzept besteht aus:

Stufe 1

Informationsveranstaltung Presse und Online Information zu Schottergärten und Kunstrasen im Garten.

Stufe 2

halbjähriges Förderprogramm zu Anschubfinanzierung des Rückbaus unzulässiger Schottergärten.

Stufe 3

Nutzung des Ordnungsrechts zum Rückbau von Schottergärten und Kunstrasenflächen in Gärten.

Begründung:

Seit 2019 gilt in der Landesbauordnung ein Begrünungsgebot. Streng genommen gilt dieses Gebot sogar schon seit 2000. In der Landesbauordnung steht dazu: nicht überbaute Flächen müssen wasseraufnahmefähig gestaltet und begrünt werden. Ausgenommen sind Flächen, die für eine andere zulässige Nutzung gebraucht werden.

Ab 2024 gibt es dazu eine begriffliche Klarstellung: Schotterungen und Kunstrasen sind keine zulässige Gestaltung von nicht überbauten Flächen. Das heißt Schottergärten und auch Kunstrasen waren in NRW schon lange verboten – die neue Landesbauordnung stellt das jetzt nur noch einmal ganz explizit klar. Daraus ergibt sich: Das Verbot galt schon vorher, also auch für bereits bestehende Schottergärten.

Klimaschutz – ein Thema für Alle?!

Klimaveränderungen, Klima-Aktivisten, Klimakatastrophen, Klimaschutz – diese Begriffe begegnen uns tagtäglich in den Nachrichten, in der Werbung, in den Gesprächen. Große Worte, doch was genau können wir darunter verstehen?
Was haben die Klimaveränderungen mit unserem Leben zu tun? Sind Klima-Aktivisten alles nur Spinner? Klimakatastrophen gibt es hier doch gar nicht, oder? Und Klimaschutz – was kann ich denn da schon ausrichten?
Welche Möglichkeiten jede/r von uns in unserem Alltag hat, wie wir helfen können, bereits mit Kleinigkeiten unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, darüber wollen und müssen wir sprechen.
Die KAB Emmanuel Ketteler lädt alle Interessierten dieses Themas zu einem Thekengespräch in die Gaststätte Kettelerhaus, Domhof 4, Vreden ein.
In lockerer Runde berichten Gerd Welper vom „Bündnis 90/die GRÜNEN“ sowie Julia Gottwald und Monika Ludwig, Klimaschutzmanagerinnen der Stadt Vreden, über ihre Arbeit. An diesem Abend besteht für Alle die Gelegenheit, in lockerer Runde über Maßnahmen und Aktionen mehr zu erfahren bzw. sich über eigene Erfahrungen mit dem Thema auszutauschen.
Die Veranstaltung findet am 10. Oktober ab 19 Uhr statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Wichtiger Hinweis“ Diese Veranstaltung ist Medienöffentlich, es könnten Fotos gemacht werden.