Artenvielfalt ist Heimat – schützen wir sie!

Das Summen der Bienen, das Zwitschern der Vögel, blühende Wiesen am Wegesrand – all das macht unsere Heimat aus. Doch diese Vielfalt ist bedroht.

Wir kämpfen dafür, dass Vreden bunter und lebendiger wird: mit mehr Blühflächen, naturnaher Pflege und echten Lebensräumen für Insekten und Tiere. Artenvielfalt beginnt vor unserer Haustür – und wir übernehmen Verantwortung.

Haushaltsantrag – Erfassung und Entwicklung von Potentialflächen für Biodiversität im Stadtgebiet Vreden

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, im kommenden Haushalt Mittel für die systematische Erfassung und ökologische Aufwertung geeigneter städtischer Flächen bereitzustellen.

Zunächst möchten wir ausdrücklich die hervorragende Arbeit des städtischen Bauhofs würdigen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen seit vielen Jahren kontinuierlich für ein gepflegtes, sauberes und stilvoll gestaltetes grünes Stadtbild mit bereits gutenBeispielen beim Thema Biodiversität in Vreden. Ihr Engagement, ihre Fachkenntnis und ihre Verlässlichkeit prägen maßgeblich die hohe Aufenthaltsqualität in unserer Stadt.

Der vorliegende Antrag versteht sich daher nicht als Kritik an der bisherigen Pflegepraxis, sondern als Weiterentwicklung im Sinne ökologischer Aufwertung und moderner Klimaanpassung – selbstverständlich in enger Abstimmung mit dem Bauhof.

Beschlussvorschlag

Der Rat der Stadt Vreden beschließt:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, sämtliche geeigneten städtischen Flächen im Stadtgebiet hinsichtlich ihres Potenzials zur Förderung der Biodiversität zu erfassen und zu bewerten.

2. Große, ökologisch wenig wertvolle Rasenflächen sollen schrittweise umgewandelt werden in:

◦ artenreiche Blühwiesen

◦ Gehölzinseln mit heimischen Strauch- und Baumarten (wie z.B. im Stadtpark)

◦ Mini-Wälder (z. B. nach dem Miyawaki-Prinzip)

3. Für Planung, Umsetzung und angepasste Pflege sind entsprechende Haushaltsmittel einzuplanen.

4. Förderprogramme von Land, Bund oder EU sind aktiv zu prüfen und zu nutzen.

Begründung

Der fortschreitende Verlust der Biodiversität ist eine zentrale ökologische Herausforderung. Kommunen kommt hierbei eine besondere Verantwortung zu, da sie über zahlreiche Grünflächen verfügen und deren Gestaltung maßgeblich beeinflussen können.

Im Stadtgebiet Vreden existieren größere Rasenflächen, die derzeit regelmäßig gepflegt werden, jedoch ökologisch nur einen begrenzten Mehrwert bieten. Durch eine gezielte Umwandlung können:

• Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger geschaffen werden

• das Mikroklima verbessert und Hitzeinseln reduziert werden

• langfristig Pflegeaufwand und Mähzyklen angepasst werden

• die Aufenthaltsqualität weiter gesteigert werden

Blühwiesen fördern Bestäuber, Gehölzinseln schaffen Strukturvielfalt und Mini-Wälder leisten einen Beitrag zur CO₂-Bindung und natürlichen Kühlung.

Weiteres Vorgehen

• Erstellung einer Prioritätenliste geeigneter Flächen

• Einbindung des Bauhofs in Planung und Pflegekonzepte

• Weitere Beteiligung von Schulen, Vereinen und Bürgerschaft und bestehende Beteiligung einbeziehen

• Jährliche Berichterstattung im zuständigen Ausschuss

Mit diesem Antrag setzt die Stadt Vreden ein Zeichen für aktiven Natur- und Klimaschutz – aufbauend auf der bereits hervorragenden Arbeit unseres Bauhofs und mit dem Ziel, dasgrüne Stadtbild ökologisch weiterzuentwickeln.

Nachhaltigkeit schafft Vertrauen

Politik darf kein Buch mit sieben Siegeln sein. Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu wissen, wofür Geld ausgegeben wird und welche Ziele verfolgt werden.

Mit einem klar strukturierten Produktbuch machen wir die Nachhaltigkeit kommunaler Finanzen verständlicher und Entscheidungen nachvollziehbar. Offenheit schafft Vertrauen – und Vertrauen ist die Basis lebendiger Demokratie.

Die vollständigen Anträge findest Du in der Ratsvorlage im Ratsinformationsdienst Vreden

Haushaltssteuerung weiterentwickeln – Verbindliche ökologische Wirkungszieleund Kennzahlen im Produktbuch ab 2027

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, das Produktbuch der Stadt Vreden als zentrales Steuerungsinstrument der Haushaltsplanung ab dem Produktbuch 2027 verbindlich um ökologische Wirkungsziele und messbare Kennzahlen zu ergänzen.

Der Beschluss soll mit der Erstellung des Produktbuches 2027 in Kraft treten.

Beschlussvorschlag

Der Rat der Stadt Vreden beschließt:

1. Nachhaltigkeit als verbindliches Querschnittsziel

1. Klimaschutz, Klimaanpassung, Biodiversität und Generationengerechtigkeit werden als verbindliche Querschnitts-Wirkungsziele im Produktbuch verankert.

2. Jeder Produktbereich weist künftig mindestens ein messbares Nachhaltigkeitsziel sowie eine entsprechende Kennzahl aus.

3. Sämtliche Produkte werden mindestens einem Nachhaltigkeitsziel (SDG-Bezug) zugeordnet. Grundlage bilden die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen.

4. Haushaltsvorlagen enthalten künftig eine verpflichtende Nachhaltigkeitsprüfung(„SDG-Check“), in der Auswirkungen auf Klima, Umwelt und langfristige Folgekosten dargestellt werden.

2. Produktbezogene Kennzahlen (beispielhafte Schwerpunktbereiche)

Die Verwaltung wird beauftragt, insbesondere in folgenden Bereichen geeignete Kennzahlen zu entwickeln, darzustellen und fortzuschreiben:

a) Gebäudemanagement

• Energieverbrauch kommunaler Gebäude (kWh/m²/Jahr)

• CO₂-Emissionen kommunaler Gebäude (t/Jahr)

• Anteil energetisch sanierter Gebäude (%)

• Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung (%)

b) Grünflächen, Stadtbildpflege und Bauhof

• Anteil ökologisch bewirtschafteter Grünflächen (%)

• Baumbestand und Neupflanzungen (Anzahl/Jahr)

• Anteil pestizidfreier Pflege (%)

• Entsiegelte Flächen (m²/Jahr)

c) Verkehr und Mobilität

• Modal Split

• Radverkehrsanteil (%)

• ÖPNV-Nutzungszahlen

d) Abfallentsorgung und -vermeidung

• Restmüllmenge pro Einwohner:in

• Recyclingquote (%)

• Bioabfallmenge pro Einwohner:in3. Investive Maßnahmen

Bei investiven Maßnahmen sind künftig verpflichtend Aussagen zu folgenden Punkten darzustellen:

• Auswirkungen auf den Klimaschutz

• Beitrag zur Klimaanpassung

• langfristige Folgekosten (z. B. Energie-, Unterhaltungs- und Instandhaltungskosten)

Die Kennzahlen sind jährlich fortzuschreiben und dem im Rahmen der Haushaltsberatungen vorzulegen.

Begründung

Das Produktbuch ist das zentrale Instrument zur strategischen Steuerung des kommunalen Haushalts. Bislang stehen überwiegend finanzielle Kennzahlen im Fokus. Angesichts der Herausforderungen durch Klimawandel, Ressourcenverbrauch und steigende Energiekosten ist es jedoch notwendig, ökologische Wirkungen systematisch sichtbar und messbar zu machen.

Nur was gemessen wird, kann auch wirksam gesteuert werden.

Die verbindliche Verankerung von Nachhaltigkeitszielen schafft Transparenz, erhöht die Steuerungsfähigkeit und ermöglicht langfristig wirtschaftlich wie ökologisch verantwortungsvolle Entscheidungen. Nachhaltigkeit wird damit nicht als freiwilliger Zusatzverstanden, sondern als integraler Bestandteil kommunaler Haushaltsplanung.

Mit diesem Schritt stärkt die Stadt Vreden ihre Zukunftsfähigkeit und ihre Verantwortunggegenüber kommenden Generationen.

Mehr Grün statt Grau – Vreden atmet auf!

Jeder Quadratmeter Beton ist ein verlorener Quadratmeter Leben. Versiegelte Flächen heizen unsere Stadt auf, verhindern, dass Regen versickert, und nehmen Pflanzen und Tieren ihren Raum.

Wir wollen das ändern! Mit unserem Antrag zum „Abpflastern“ setzen wir uns dafür ein, unnötige Versiegelung zurückzubauen und neues Grün zu schaffen. Für kühlere Sommer, für mehr Lebensqualität – und für ein Vreden, das auch morgen noch lebenswert ist.

Teilnahme der Stadt Vreden am landesweiten Wettbewerb

„Abpflastern“ – Entsiegelung fördern, Innenstadt klimaresilient gestalten

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, dass die Stadt Vreden am landesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ teilnimmt und hierzu ein städtisches Entsiegelungsprogramm initiiert.

Begründung

Im Jahr 2024 gewann die Gemeinde Mettingen in der Kategorie „Kleinstädte“ den Wettbewerb „Abpflastern“. Der Wettbewerb würdigt Kommunen, die versiegelte Flächen zurückbauen und in klimaresiliente, begrünte Bereiche umwandeln.

Auch in Vreden sind große Flächen – insbesondere im Innenstadtbereich sowie aufprivaten Grundstücken – stark versiegelt. Angesichts zunehmender Hitzeperioden und Starkregenereignisse sind Entsiegelung und Begrünung zentrale Bausteine kommunaler Klimaanpassung.

Eine Teilnahme am Wettbewerb bietet:

• einen konkreten Anreiz zur Entsiegelung öffentlicher und privater Flächen

• eine Stärkung der Biodiversität im Stadtgebiet

• eine Verbesserung des Mikroklimas (kühlere Innenstadt)

• eine höhere Aufenthaltsqualität

• positive Öffentlichkeitswirkung für Vreden

Ziele für Vreden

• Rückbau unnötig versiegelter Flächen auf öffentlichen Grundstücken

• Förderung privater Entsiegelungsmaßnahmen

• Sensibilisierung für die Problematik von „Schottergärten“

• Beitrag zur Umsetzung eines kommunalen Hitzeaktions- und Klimaanpassungskonzepts

Konkrete Umsetzungsschritte

1. Offizielle Anmeldung der Stadt Vreden zum Wettbewerb „Abpflastern“.

2. Identifikation geeigneter kommunaler Flächen (Parkplätze, Nebenflächen, Randbereiche).

3. Auflage eines freiwilligen Bürgerprogramms zur Entsiegelung privater Flächen.

4. Öffentlichkeitskampagne unter dem Motto: „Vreden wird grüner“.

5. Prüfung möglicher Fördermittel des Landes NRW oder des Bundes.

Beschlussvorschlag

Der Rat der Stadt Vreden beschließt:

1. Die Teilnahme der Stadt Vreden am Wettbewerb „Abpflastern“.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, geeignete Entsiegelungsflächen zu identifizieren und ein Umsetzungskonzept zu erarbeiten.

3. Die Möglichkeiten zur Förderung privater Entsiegelungsmaßnahmen sind zu prüfen.

4. Über die Ergebnisse ist dem zuständigen Fachausschuss zu berichten.

Klimaanpassung beginnt vor der eigenen Haustür. Mit der Teilnahme am Wettbewerb „Abpflastern“ kann Vreden ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung, mehr Lebensqualität und aktiven Klimaschutz setzen.

Verantwortung beginnt beim Müll

Was wir wegwerfen, verschwindet nicht einfach. Müll betrifft unser Klima, unsere Umwelt und kommende Generationen.

Wir wollen eine faire, nachhaltige und zukunftsfähige Müllentsorgung für Vreden – mit mehr Recycling, besserer Information und gerechten Gebühren. Sauberkeit und Klimaschutz gehören zusammen. Und beides geht uns alle an.

Antrag auf Reduzierung des Leerungsturnus der Restmülltonnen und Überprüfung des Mindestrestmüllvolumens

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stellen wir den Antrag, den Leerungsturnus der Restmülltonnen im Stadtgebiet Vreden von derzeit 4-wöchig auf künftig 6-wöchig umzustellen. Gleichzeitig beantragen wir eine Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung des festgelegten Mindestrestmüllvolumens (Liter pro Person und Woche).

Begründung

Durch konsequente Mülltrennung (Wertstoffe, Biomüll, Papier etc.) fällt in vielen Haushalten inzwischen deutlich weniger Restmüll an als noch vor einigen Jahren.

Beispiel aus einem Zwei-Personen-Haushalt:

• Kleinste verfügbare Restmülltonne

• Nach 4 Wochen lediglich ca. 10 Liter Restmüll

• 13 Leerungen pro Jahr à 7,64 € je Leerung

Eine Umstellung auf einen 6-wöchigen Leerungsrhythmus würde:• die Abfallgebühren für Bürgerinnen und Bürger spürbar senken,

• die Anzahl der Müllfahrten reduzieren und damit Emissionen verringern,

• einen zusätzlichen Anreiz zur konsequenten Mülltrennung schaffen.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten und notwendiger

Klimaschutzmaßnahmen erscheint eine Anpassung zeitgemäß und bürgernah.

Folgeanpassungen und Prüfaufträge

Im Zuge der Umstellung sollten folgende Punkte geprüft werden:

1. Anpassung des Leerungsturnus für Restmüllbehälter ohne roten Deckel von derzeit 2-wöchig auf beispielsweise 3-wöchig.

2. Prüfung praktikabler Lösungen bei größeren Haushalten (z. B. Möglichkeit einer zweiten Tonne bei regelmäßig gefüllter 240-Liter-Tonne).

3. Überprüfung und gegebenenfalls Neuberechnung des festgelegten Mindestrestmüllvolumens (Liter pro Person und Woche) unter Berücksichtigung veränderter Abfallgewohnheiten.

4. Berücksichtigung von Haushalten mit mehreren Personen, um eine flexible und sozial ausgewogene Lösung zu gewährleisten. Ziel sollte es sein, eine wirtschaftlich sinnvolle, ökologisch nachhaltige und für die Bürgerschaft praktikable Regelung zu schaffen.

Wir bitten den Rat der Stadt Vreden, diesen Antrag zu beraten und die Verwaltung miteiner entsprechenden Prüfung zu beauftragen.

Greenwashing statt Umweltschutz

Leserbrief von Sandra Lentfort zur Verleihung des Ökoprofit Preises an die SGW:

Es ist geradezu zynisch, dass die Salzgessellschaft Westfalen (SGW) als „Ökoprofit-Betrieb“ ausgezeichnet wird. Während in der Pressemitteilung stolz von eingesparten 7,1 Tonnen CO₂ und ein paar Elektroautos die Rede ist, verschweigt man das eigentliche Problem: Der massenhafte Entzug von Grundwasser, der unsere Umwelt in Westfalen und darüber hinaus massiv schädigt.

Wer Millionen Kubikmeter Wasser dem Boden entzieht, zerstört nicht nur wertvolle Ökosysteme, sondern riskiert auch das Absinken ganzer Landschaften. Die ökologischen Folgen sind ungleich gravierender als die PR-tauglichen Einsparungen von ein paar Kilowattstunden Strom. Hier wird ein Industriegigant für Maßnahmen gefeiert, die im Verhältnis zum angerichteten Schaden kaum mehr als kosmetisches Beiwerk sind.

Dass ein Konzern, der mit der Ausbeutung unserer Lebensgrundlagen Milliardengewinne einfährt, nun auch noch ein „Ökoprofit-Siegel“ erhält, entlarvt das Projekt als das, was es ist: eine Bühne für Greenwashing. Anstatt Unternehmen mit fragwürdigen Umweltpraktiken zu dekorieren, sollte man den Fokus endlich auf die Verursachung und Vermeidung der großen Schäden legen – nicht auf Feigenblätter, die das eigentliche Problem nur verschleiern.

Nachhaltigkeit bedeutet, unsere Ressourcen für kommende Generationen zu sichern. Wer aber Grundwasser auf Kosten der Allgemeinheit ausschöpft, betreibt keine Nachhaltigkeit – sondern Raubbau.

2018 fiel der Ölbach zum ersten Mal trocken

Lieber Grün als Schottergärten

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen stellt folgenden Antrag: Der Rat der Stadt Vreden beschließt:

Dreistufiges Konzept zu Beseitigung von Schottergärten und Kunstrasenflächen in Vredener Privatgärten. Das 3 stufige Konzept besteht aus:

Stufe 1

Informationsveranstaltung Presse und Online Information zu Schottergärten und Kunstrasen im Garten.

Stufe 2

halbjähriges Förderprogramm zu Anschubfinanzierung des Rückbaus unzulässiger Schottergärten.

Stufe 3

Nutzung des Ordnungsrechts zum Rückbau von Schottergärten und Kunstrasenflächen in Gärten.

Begründung:

Seit 2019 gilt in der Landesbauordnung ein Begrünungsgebot. Streng genommen gilt dieses Gebot sogar schon seit 2000. In der Landesbauordnung steht dazu: nicht überbaute Flächen müssen wasseraufnahmefähig gestaltet und begrünt werden. Ausgenommen sind Flächen, die für eine andere zulässige Nutzung gebraucht werden.

Ab 2024 gibt es dazu eine begriffliche Klarstellung: Schotterungen und Kunstrasen sind keine zulässige Gestaltung von nicht überbauten Flächen. Das heißt Schottergärten und auch Kunstrasen waren in NRW schon lange verboten – die neue Landesbauordnung stellt das jetzt nur noch einmal ganz explizit klar. Daraus ergibt sich: Das Verbot galt schon vorher, also auch für bereits bestehende Schottergärten.

Das Grüne Forum – Vreden lädt zu einer Führung mit Dr. Lünterbusch ins zukünftige Moorgebiet Ammeloe ein

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will etwa 75 Hektar seines Forstguts Ammeloe im Kreis Borken zu einem Biodiversitätsgebiet entwickeln. Es soll ein bundesweites Vorzeigeprojekt für kommunal geführte Wälder werden, so der LWL. „Ziel ist es, entwässerte Bereiche wieder so weit zu bewässern, dass dort ein artenreiches und klimafreundliches Moor entsteht“, erklärt LWL-Direktor Matthias Löb. In entwässerten Böden finden Zersetzungsprozesse statt, die große Mengen an CO2 freisetzen. In sogenannten wiedervernässten Böden werden dagegen organische Reste von Wurzeln, Holz oder Laub zu Torf umgewandelt, erklärt der LWL. So könne Kohlenstoff dauerhaft gebunden werden. Moore binden doppelt so viel CO2 wie Wälder.

Das Grüne Forum des Ortsverbandes der Grünen in Vreden konnte den Biologen Dr. Christoph Lünterbusch für eine Führung zu diesem Thema gewinnen. Er wird am Samstag, den 14.Mai um 14:30 Uhr am Parkplatz “Schwattes Gatt”, in Vreden, Köckelwick mit einer Einführung zum Thema beginnen. Anschließend geht es weiter zum Ammeloer Forst, wo das neue Moor entstehen soll. Es wird empfohlen, mit dem PKW zum Treffpunkt zu kommen und Fahrgemeinschaften zu bilden, um zum Ammeloer Forst zu fahren.