Der Bericht zur Verlängerung des Probebetriebs in der MLZ der Schnellbuslinie X80 hat bei den Grünen für ziemlichen Missmut gesorgt. Die Darstellung der politischen Positionen im Artikel ist irreführend und lässt einen entscheidenden Punkt völlig außer Acht.
In dem Beitrag wird hervorgehoben, dass CDU und FDP für die Verlängerung des Probebetriebs gestimmt haben, während Grüne, SPD, Linke, AfD und BSW dagegen gestimmt hätten. Dadurch entsteht für Leserinnen und Leser der Eindruck, als würden sich insbesondere die Grünen gegen die Schnellbuslinie X80 stellen. Dieser Eindruck ist schlicht falsch.
Die Grünen setzen sich seit vielen Jahren für den Ausbau und die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs im Kreis Borken ein – und ausdrücklich auch für den X80. Unsere Position war und ist klar: Wir wollen keine weitere Verschiebung und keinen endlosen Probebetrieb, sondern eine dauerhafte Verstetigung dieser erfolgreichen Linie. Dass wir gegen die bloße Verlängerung des Probebetriebs gestimmt haben, bedeutet nicht, dass wir gegen den X80 sind – im Gegenteil: Wir wollen ihn langfristig sichern.
Gerade weil die Fahrgastzahlen steigen und der X80 eine wichtige Verbindung zwischen den Städten sowie zu Schulen, Arbeitsplätzen und zum Bahnhof Bad Bentheim darstellt, halten wir eine dauerhafte Lösung für notwendig. Wer sich seit Jahren für diese Linie engagiert, sollte in der Berichterstattung nicht so dargestellt werden, als wolle er sie verhindern.
Eine differenzierte Berichterstattung hätte deutlich gemacht, dass es hier nicht um ein „Für oder Gegen den X80“ geht, sondern um die Frage, ob die Linie endlich dauerhaft eingerichtet wird oder weiterhin nur im Probebetrieb bleibt.
Wir würden uns sehr wünschen, dass Sie diesen wichtigen Unterschied künftig klarer darstellen.
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Vreden beantragt:
1. Der Rat der Stadt Vreden spricht sich ausdrücklich für den Erhalt der Expressbuslinie X80 („Baumwollexpress“) in ihrem vollständigen Linienverlauf aus.
2. Der Rat der Stadt Vreden setzt sich gegenüber dem Kreis Borken dafür ein, die Linie nach Ablauf des Probebetriebs im Jahr 2026 ohne Kürzungen in den Dauerbetrieb zu übernehmen.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, diese Position gegenüber dem Kreis Borken und dem Kreistag – insbesondere im Vorfeld der Kreistagssitzung deutlich zu vertreten und denRat über den Fortgang zu informieren.
Begründung:
Die Expressbuslinie X80 („Baumwollexpress“) verbindet seit dem 01.09.2022 den südlichen Kreis Borken von Bocholt über Vreden und Gronau bis nach Bad Bentheim in Niedersachsen. Sie stellt eine leistungsfähige und schnelle überregionale ÖPNV-Verbindung auf der Nord-Süd-Achse des Kreises Borken dar und stärkt die Mobilität innerhalb des Kreises sowie über dessen Grenzen hinaus.
Besonders hervorzuheben ist der Anschluss in Bad Bentheim an den Bahnhof sowie an die IC-Strecke Berlin–Amsterdam, der die regionale und überregionale Mobilität erheblich verbessert. Die Linie ermöglicht damit eine direkte Anbindung des Westmünsterlandes an den Schienenfernverkehr.
Der Rat der Stadt Gronau hat sich am 21.02.2024 mit einer einmütigen Stellungnahme für die Verlängerung des Probebetriebs um zwei weitere Jahre ausgesprochen. DieserEmpfehlung ist der Kreistag gefolgt. Der insgesamt vierjährige Probebetrieb endet im Jahr 2026. Am 12.03.2026 wird der Kreistag über die Zukunft des Baumwollexpresses beraten.
Zur Entscheidung stehen:
• die Übernahme in den Dauerbetrieb ohne Anpassungen,
• eine Reduzierung des Linienwegs auf Bocholt–Gronau,
• eine Reduzierung des Linienwegs auf Bocholt–Vreden oder
• die vollständige Einstellung des Linienbetriebs.
Die Fahrgastzahlen der Linie zeigen ein kontinuierliches Wachstum und unterstreichen die zunehmende Bedeutung des Angebots für die Region. Vor diesem Hintergrund ist eine Reduzierung oder Einstellung der Linie nicht sachgerecht.
Ergänzende Begründung – besondere Bedeutung für die Stadt Vreden
Für die Stadt Vreden als Kommune am äußersten Rand des Kreises Borken besitzt die Expressbuslinie X80 („Baumwollexpress“) eine herausragende Bedeutung. Randlagen innerhalb eines Flächenkreises sind in besonderem Maße darauf angewiesen, gut und verlässlich an zentrale Versorgungs-, Bildungs-, Arbeits- und Verkehrsstandorte angebunden zu sein. Der Baumwollexpress leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag.
Die X80 verbindet Vreden nicht nur mit den südlichen und nördlichen Teilen des Kreisgebietes, sondern schafft zugleich eine direkte Anbindung an überregionale Verkehrsknotenpunkte. Insbesondere die durchgehende Verbindung bis Bad Bentheim mit Anschluss an den Schienenfernverkehr stellt für Vreden einen erheblichen Standortvorteil dar, der mit einer Reduzierung des Linienwegs verloren ginge.Für Bürgerinnen und Bürger aus Vreden eröffnet die Linie attraktive und zeitsparende
Mobilitätsoptionen für:
• Berufspendlerinnen und -pendler,
• Schülerinnen, Schüler und Auszubildende,
• Studierende,
• Seniorinnen und Senioren sowie
• Menschen ohne eigenes Auto.
Gerade für eine Randkommune ist ein leistungsfähiger ÖPNV ein wesentliches Instrument, um gleichwertige Lebensverhältnisse im gesamten Kreisgebiet zu sichern. Eine Verkürzung oder Einstellung der Linie würde Vreden im Vergleich zu zentraler gelegenen Kommunen strukturell benachteiligen und die Abhängigkeit vom motorisierten Individualverkehr weiter erhöhen.
Darüber hinaus stärkt der Baumwollexpress die Attraktivität Vredens als Wohn- undArbeitsstandort. Eine gute überregionale Erreichbarkeit ist ein zunehmend wichtiger Faktor bei Standortentscheidungen von Fachkräften, Familien und Unternehmen. Der dauerhafte Erhalt der Linie ist daher nicht nur verkehrs-, sondern auch struktur- und wirtschaftspolitisch von erheblicher Bedeutung.
Aus Sicht der Stadt Vreden ist es daher zwingend erforderlich, dass der Baumwollexpress in seinem vollständigen Linienverlauf erhalten bleibt und dauerhaft betrieben wird. Nur so kann gewährleistet werden, dass Vreden trotz seiner Randlage weiterhin gleichwertig am öffentlichen Verkehrsangebot und an der regionalen sowie überregionalen Mobilität teilhat.
Das Land NRW plant eine neue Schnellbuslinie von Vreden nach Coesfeld. Dann gäbe es zum S70 eine Alternative per ÖPNV schnell nach Münster zu kommen, denn ab Coesfeld könnte man die Regionalbahn bis zum Hbf. in Münster nehmen.
Screenshot
Im Norden vom S70 (Vreden-Münster) und im Süden vom S75 (Bocholt-Münster) ist der Kreis Borken durch Schnellbusse bereits versorgt. Künftig soll „dazwischen“ auch die Achse Vreden-Coesfeld zum Expressbus werden.
Die Alstätter Straße ist jetzt zeitbegrenzt eine 30er Zone! Das bedeutet besonders an dieser Straße mehr Schutz für Fußgänger:innen und Radfahrende und im speziellen für alle Schulkinder, die zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen!
Auf dem Weg zu einer 30er Zone im Innenstadtbereich ist das ein kleiner Schritt Richtung mehr Sicherheit und Lebensqualität.
Wieder mal war dieses Problem in der Münsterland Zeitung thematisiert worden. Leider fehlt in dem Zeitungsartikel der Abschnitt: Gibt es noch Tipps für Autofahrer.
Dabei gibt es einen Tipp, der helfen könnte Zusammenstösse mit Radfahrenden zu verhindern. Wie in dem Artikel so schön beschreiben wird, dass die A-Säule der Autos immer breiter geworden ist und das Sichtfeld der Autofahrenden eingeschränkt wird, wäre es doch gerade konsequent mit dem Auto langsamer an einen Kreisverkehr heranzufahren um die Verkehrssituation besser zu erfassen.
Vielfach wird nämlich von Autofahrenden zu sportlich durch den Kreisverkehr gefahren!
Der (Auto)Verkehr nimmt immer weiter zu und beeinträchtigt die Lebensqualität.
Radfahren ist das effektivste Verkehrsmittel bei Strecken unter 5km: Bis zu 50 % aller PKW-Fahrten sind unter 5 km kurz und können durch Fahrrad oder E-Bike ersetzt werden. Daneben verringert Radfahren Verkehr, Lärm, Schadstoffbelastung und steigert somit erheblich die Lebensqualität. Deshalb: AufsRadSetzen !
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